Warum KNX im Bestand einen Unterschied macht
KNX ist ein Bus-System: Taster, Leuchten, Jalousien und Sensoren hängen nicht mehr starr an je einer Leitung, sondern tauschen über eine gemeinsame Verbindung Informationen aus. Welcher Taster welche Leuchte schaltet, wird programmiert und nicht verdrahtet. Genau das ist im Bestand der entscheidende Punkt: Eine Änderung der Funktionen bedeutet später keinen neuen Leitungsweg.
Drei Ausgangslagen – und was daraus folgt
1. Die Elektroinstallation wird ohnehin erneuert
Das ist der einfachste Fall. Wenn ohnehin Leitungen verlegt werden, wird die Busleitung mitgeplant und mitverlegt. Wie eine solche Erneuerung abläuft, beschreibt der Beitrag Elektroinstallation im Altbau erneuern.
2. Der Bestand soll bleiben
Auch dann ist ein intelligentes Zuhause möglich: Dank verschiedener Lösungen namhafter Hersteller mit KNX-Lösungen im Smart-Home-Bereich können wir Ihr Haus oder Ihre Wohnung ohne große Abriss- und Stemmarbeiten umwandeln. Welche dieser Lösungen sinnvoll ist, hängt von den vorhandenen Leitungen, Schalterdosen und dem Verteiler ab – das klären wir vor der Planung, nicht während der Montage.
3. Es gibt schon ein Bus-System
Übernehmen Sie ein Gebäude mit bestehender Steuerung oder hat eine andere Firma das System aufgebaut, fehlt häufig die belastbare Grundlage für die Weiterarbeit. Wir führen Abnahmen von Bus-Systemen durch, die Fremdfirmen erstellt haben, und dokumentieren den Stand, auf dem Erweiterungen aufsetzen können.
Wie wir planen: Raumbuch, Projektierung, Inbetriebnahme
Ein Smart Home entsteht nicht beim Einbau, sondern in der Planung. Unsere Arbeitsschritte im Bereich Bus-Systeme sind deshalb klar getrennt:
- Planung – welche Funktionen in welchem Raum gebraucht werden
- Raumbuch als Lasten- und Pflichtenheft: Raum für Raum festgehalten, was das System können soll
- Projektierung – technische Umsetzung der Anforderungen
- Inbetriebnahme der Anlage
- Dokumentation, damit die Anlage nachvollziehbar bleibt
- Fernwartung für Anpassungen, ohne dass jedes Mal ein Termin nötig ist
Das Raumbuch ist der Teil, der sich später am stärksten auszahlt: Es hält fest, was Sie erwarten – und macht hinterher überprüfbar, ob die Anlage genau das tut. Alle Leistungen dazu stehen auf unserer Seite KNX und Smart Home mit zertifizierten Mitarbeitern.
Womit Sie Ihr Zuhause später bedienen
Möglich ist beides: das Zuhause bewusst bedienen oder es sich anpassen lassen. Per Smartphone steuern, aus dem Urlaub sehen, was zu Hause passiert, über Terminal und Tablet bedienen – oder das Haus passt sich Ihren Bedürfnissen automatisch an, sodass im Alltag gar nichts zu bedienen ist. Welche Variante Sie möchten, gehört in das Raumbuch, bevor die Anlage programmiert wird.
An der Wand bleibt davon so viel sichtbar, wie Sie möchten. Als Gira Aktiv Partner beraten wir Sie zu Designlinien und Bedienflächen – etwa zum neuen Gira System 70 mit 70 × 70 mm großen Bedienflächen, das Lichtschalter, Steckdosen, Jalousiesteuerung und Smart-Home-Funktionen in einer Reihe zusammenführt.
Wer die Anlage einrichtet
Alle unsere Mitarbeiter sind KNX-zertifiziert und besuchen regelmäßig Schulungen. Als „PlusProfi“ sind wir Ansprechpartner für das intelligente Zuhause und stehen durch regelmäßige Weiterbildungen und ständigen Wissensaustausch mit dem Unternehmen Hager auf dem aktuellen Stand. Welche Hersteller wir für Schalter, Sprechanlagen und Beleuchtung führen, zeigt die Übersicht Produkte und Partner von Elektro Frenz.
Diese drei Fragen klären wir vor der Planung
- Welche Bereiche sollen zusammenarbeiten: Licht, Jalousien und Beschattung, Raumklima, Türkommunikation?
- Wie soll bedient werden: Taster an der Wand, Tablet, Smartphone – oder automatisch?
- Soll später erweitert werden? Dann entscheidet die Dokumentation, wie aufwendig das wird.